tablet-guide.de

Wozu ein Tablet Computer? Ich habe doch…

Credit: Benjamin Chun

meinen Laptop, einen PC, ein Smartphone. Das sind die häufigsten Antworten wenn ich andere Leute nach Ihrer Meinung zum iPad oder Tablet-Computer allgemein frage. Dabei bin ich immer wieder erstaunt wie sehr die Möglichkeiten eines so kleinen, aber mächtigen Geräts verkannt werden. Mal ehrlich: So ein Teil ist doch sowas von StarTrek!

Viel wird über die technische Ausstattung, Materialien oder den Sinn eines Tablet-Computers diskutiert. Dabei wird es doch die Software sein, die den Erfolg oder Misserfolg dieser neuen Geräteklasse bestimmt. In diesem Artikel kannst ein paar Gedanken zu diesem spannenden Thema nachlesen.

Worauf es wirklich ankommt

In der aktuellen Diskussion um den Sinn oder Unsinn des iPads respektive Tablet Computer insgesamt, geht ein wichtiger Punkt unter. In meinen Augen sogar der Wichtigste: Einfachheit. Bei all der Begeisterung für Prozessoren, Arbeitsspeicher, Anschlüsse aller Art und Displayauflösungen geht verloren, dass der Otto-Normalanwender einfach nur eine eMail schreiben, ein paar Fotos ansehen oder bei YouTube stöbern möchte. Und das so einfach und unkompliziert wie möglich.

Es ist schon erschreckend das normale Computer, Notebooks und Netbooks und deren Betriebssysteme die Benutzter auch in diesem Jahrzehnt noch mit nicht-intuitiver Steuerung, ungewollten Sicherheitsupdates, Firewalls und dem ganzen nervigen Rest gängelt und bevormundet. Sicher: Vieles hat Sinn, sollte aber dem Normalbenutzer erspart und Profianwendern vorbehalten bleiben.

Die Chance für neue, intuitive Betriebssysteme und Geräte

Die Touch-Technologie und speziell darauf optimierte Betriebssysteme haben hier eine ungeheure Chance die alltäglichen Computer-Bedürfnisse ganz normaler Menschen einfacher und leichter zu machen. Ich denke dabei an die Oma, die Kontakt zu Ihren Enkeln im Ausland halten will. Den Sportler, der eigentlich nur News zu seiner Szene abgreifen möchte. Oder auch das Kind, dass keinen komplexen Computer mit Maus und Tastatur braucht, aber trotzdem Lernspiele und Trickfilme erleben soll. In diesen und noch vielen weiteren Anwendungsfällen ist die heute noch übliche Fenster-basierte Windows-, Linux- und Mac OS X -Umgebung eher eine Hürde.

Was ich mir von Tablet Computern erhoffe

Noch habe ich keinen Tablet, werde mir aber mit Sicherheit dieses Jahr ein entsprechendes Gerät zulegen. Dabei zähle ich mich nicht zu den oben angesprochenen Gelegenheits-Nutzern. Viel mehr bin ich ein Dauercomputernutzer, denn der Rechner (in meinem Fall ein iMac) ist mein Werkzeug zum Bloggen und Webdesignen. Ich sitze den größten Teil meiner Arbeitszeit vor einem Computer und habe wenig Lust in meiner Freizeit selbiges zu tun, nur um mir meine Lieblingsblogs durchzulesen oder die YouTube To-Watch-Liste abzuklappern.

Bequemes Websurfen auf der Couch
Foto: Veronica Belmont

Ein Tablet Computer mit seiner Couchtauglichkeit kommt mir da sehr entgegen: Entspannt irgendwo herumlungern und Webinhalte konsumieren. Ein Netbook kommt für diesen Zweck übrigens nicht in Frage, ich habe es getestet. Zu schwer und unhandlich muss ich es auf dem Schoß oder sonst-wo abstellen, die Tastatur ist meistens im Weg, wenn ich einfach nur lesen und sehen möchte. Netbooks sehe ich eher als mobile Schreibmaschine für Unterwegs, aber nicht als Medienkonsumgerät.

Apropos Medienkonsum:

Eine Wette auf die Zukunft

Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese neue Kategorie der Computer eben nicht nur als Konsumbildschirm für Medieninhalte zu gebrauchen ist. Erste Software (Apps) lässt da nur erahnen was noch alles möglich wird. In der Kategorie Schlau genutzt findest du Beispiele für die Vielseitigkeit der Tablets.

Ich Wette das in den nächsten fünf Jahren die Tabletcomputer in ganz normale Haushalte Einzug halten und die verstaubten und nur gelegentlich genutzten Desktop-PCs ablösen werden. Sicher werden beruflich genutzte Computer und Notebooks, gerade auch für die Erstellung und Gestaltung von Medieninhalten, weiterhin ihre Daseinsberechtigung haben. Der Durchschnittsbürger wird seine digitalen Bedürfnisse aber mit einfacheren und mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets stillen. Da bin ich mir sicher.

Der Wetteinsatz? Gute Frage. Vorschläge sind als Kommentar erwünscht, ich such mir dann Einen aus.

Veröffentlicht am 6. Mai 2010 Stichworte:

3 Kommentare

Jetzt kommentieren
  1. DAM

    Tablet Computer Ja, gesperrte Spielekonsolen namens iPad von Apple Nein.

    Antworten
  2. Hardy

    Das Foto zeigt schon ganz deutlich, wo das Problem liegt. Das klassische Net- und Notebook stützt sich selbst.

    Das Tablet braucht einen geduldigen Katzenbuckel dafür. Unzumutbar auf Dauer. Für die Katze natürlich.

    Tippen kann man auf den Dingern nicht richtig, sie sind auch empfindlicher als ein Book oder ein Smartphone, die anschliess- und -steuerbare Peripherie (Drucker? Tastatur? Maus? uva) ist arg überschaubar und was das Softwareangebot angeht: Ist halt Android. Nicht wirklich Fisch und nicht wirklich Fleisch.

    Fazit: als modernes Präsentations- und Kommunikationsmittel in einigen, sehr begrenzten Bereichen tragbar und manchmal sogar nützlich. Aber aus der Sicht des Pragmatikers weder für einen PC noch für ein Smartphone ein wirklicher Ersatz. Es kann weniger als ein Smartphone und der Bildschirm ist immer noch zu klein für produktives Arbeiten.

    Ketzerei, ich weiss. Dennoch: In 6 von 10 Fällen eher was zum Spielen. Zukunft wird es dennoch haben: die Leute spielen eben gerne 😉

    Antworten
  1. Wofür ist das iPad zu gebrauchen? Erste Erfahrungen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.