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Keine Apps, keine Verkäufe – Warum Motorola Xoom, HTC Flyer und LG Optimus zittern müssen

65000 Apps, speziell für das iPad. Apple wurde beim iPad 2 Release nicht müde und nannte diese Zahl immer und immer wieder. Nicht ohne Grund. Denn die Zahl der Apps ist durchaus einer der wichtigsten Argumente pro iPad.

Motorola Xoom, HTC Flyer, HP TouchPad und LG Optimus, die Riege der möchtegern iPad Killer wird länger und länger. Ob eines dieser Tabletts Erfolg haben wird hängt wesentlich von der Gunst der App-Entwickler ab.

Die App-Lage der möglichen iPad-Killer

Motorola Xoom
Angekündigt mit viel Tam Tam möchte Motorola sein Xoom genanntes Tablett als iPad Gegner positionieren. Tatsächlich hat das Xoom gute Hardware eingebaut und läuft als erstes Tablet mit dem neuen Android Honeycomb. Was bissher fehlt sind die Apps. Wie Steve Jobs in einem Seitenhieb verkündete, gebe es für die Android Honeycomb Plattform bisher 100 Apps, und diese Zahl wäre schon nach oben gerundet. Die Anzahl der aktuell (03.03.2011) für das Xoom verfügbaren Apps: 16

HTC Flyer
Der Smartphonehersteller HTC setzt mit seinem Flyer Tablett auf eine 7 Zoll Größe und seine eigene Android Oberfläche Sense. Nette Ideen wie der optionale Eingabestift (Stylus) und die systemweite Screenshot mit Notizfunktion sind nett, aber ebend nur ein kleiner Aspekt. Auch hier fehlt es an Software.

HP TouchPad
Das HP Touchpad wird mit Spannung erwartet. HP setzt mit dem von Palm eingekauften Betriebssystem WebOS auf das richtige Pferd. Es besteht aber die Gefahr, das es dem TouchPad ähnlich ergeht wie einst dem PalmPre: Konkurrenzfähiges OS aber Hardware, die zwei Jahre zurück liegt. Die aktuell vernichtenden Fakten zum TouchPad: Langsame Hardware (die Demos haben zum Teil geruckelt), wenige Apps und ein Release erst im Sommer 2011.

LG Optimus Pad
Das LG Optimus Pad möchte mit 3D punkten. Allerdings müssen die 3D Inhalte erstmal da sein. Immerhin hat LG das Optimus Pad mit zwei Rückkameras ausgestattet, so das man zumindest seine eigenen 3D Inhalte, in Form von Fotos und Videos, generieren kann. Vorbestellbar ist das LG Optimus Pad bei Amazon, der Preis wird jedoch mit 899 Euro zum Start sehr sehr hoch angesetzt. Auch hier gibt es zum Start keine große Auswahl an Apps.

Unendlich viel Billigware
Nicht zu vergessen sind die vielen Billig-Tablets, die mit älteren Android Betriebssystemen laufen und nur wenige hundert Euro kosten sollen. Wieviele, von den angekündigten Geräten, jemals den deutschen Markt erreichen ist fraglich. Der Nutzwert eines solchen Geräts auch. Sollte man wirklich nur einige wenige Funktionen benötigen ist ein Billigtablet ok, eine riesige App-Auswahl und somit unendliche Funktionsmöglichkeiten bleiben einem dabei aber versperrt.

Fazit: Apple braucht sich nicht zu fürchten

Auch wenn man die Begeisterung für Apple beiseite legt und die Marktlage objektiv betrachtet, liegt die iPad Konkurrenz deutlich zurück. Es fehlt an Apps, es fehlt an Entwicklern und es fehlt am Ökosystem rund um die Produkte.

Das iPad 2 ist leistungsfähig und sexy genug um weiter die Marktführerschaft (über 90% in 2010) zu behalten. Ein iPad-Killer ist noch nicht in Sicht. Günstige Tablet Alternativen wie die Archos Internet Tablets mögen für reines Websurfen und Musik hören ausreichen, möchte man einen Tablet Computer auch als Computer nutzen steht und fällt die Auswahl mit den verfügbaren Apps. Und da hat Apple noch lange die Nase vorn.

Mehr Anmerkungen zum iPad 2 gibt es im iPhoneBlog und im Hands-On Video bei Netbooknews.

Veröffentlicht am 3. März 2011 Stichworte:

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