Wofür ist das iPad zu gebrauchen? Erste Erfahrungen.

Artikelbild für Wofür ist das iPad zu gebrauchen? Erste Erfahrungen.

Credit: cjc0327

Das Apple iPad ist nun in Deutschland und anderen europäischen Ländern erhältlich. Endlich kann man die graue Theorie sowie Fantasie bei Seite schieben, und das Tablet in der Realität testen. Welche ersten Erfahrungen ich machen konnte und ob mich das iPad bissher überzeugen konnte, erfährst du hier.

Eins vorweg: Meine Erwartungen waren dank der langen Wartezeit seit Ende Januar doch recht groß. Apple hat es aber geschafft das iPad tatsächlich so reaktionsschnell und optisch ansprechend zu gestalten, wie es die Werbeclips versprechen.

Schreiben auf dem iPad

Das Tippen auf der virtuellen Tastatur ist im Landscape Modus überraschend flüssig und angenehm. Das müssen die anderen Tablets erst mal nachmachen (bei den seltsamen Tastaturen die man auf ersten Screenshots erkennen kann). Nur Umlaute nerven ein bisschen; entweder man verlässt sich auf die Autokorrektur oder muss immer einen kurzen Moment auf die entsprechende Taste drücken um den Umlaut hervorzulocken.

Für lange Texte eignet sich daher eine kabellose Bluetooth Tastatur. Das iPad steht dabei auf dem Tisch und die Tastatur liegt davor oder auf dem Schoß. dieses Setup ist wunderbar minimalistisch und spart Strom und Platz (im Vergleich zu einem herkömmlichen Computer).

Kurze Texte, Mails und Kommentare können aber auch problemlos mit dem virtuellen Keyboard erledigt werden.

Lesen auf dem iPad

Ich bin kein großer eBook Leser, dafür aber leidenschaftlicher Blog-Schmökerer. Und dafür ist das iPad ja sowas von ideal. Vorbei sind die Zeiten wo ich mich unbequem vor dem Rechner lümmeln musste, obwohl ich das schon den ganzen Arbeitstag lang tat. Nun schnapp ich mir meine Lieblingsblogs und les Sie gemütlich auf dem Sofa oder im Bett. Die Fingerbedienung schlägt das monotone Mausradscrollen um Längen.

Sicherlich ermüdet stundenlanges Lesen die Augen, an ein echtes Buch kommt aber auch kein eBook Reader ran.

Lange Blogposts, Emails und Twitter-Nachrichten lese ich jetzt ausschließlich am iPad.

Filme und Videos am iPad schauen

Möchte man lange Filme und Serien schauen, sollte man einen geeigneten Ständer für den Couch- oder Nachttisch haben. Man braucht schließlich freie Hände für Getränke und Chips. Außerdem ist das iPad doch ein bisschen zu schwer um es lange in einer Hand zu halten. Ein großer Fernseher ist für Kino-ähnliche Filmerlebnisse dann doch besser.

Für Videos (YouTube) und Clips dagegen ist das iPad prädestiniert. Ich schaue mir nun regelmäßig die neuesten TED-Talks an, abonniere Video Podcasts und gugg Nachrichten beim Frühstück. All das hab am PC nie wirklich gemacht, weil es ein absoluter Produktivitätshemmer war.

Spielen am iPad

Ich hatte mal einen Nintendo DS, doch wegen der hohen Spielepreise, auch für Casual Games, und mangels Zeit habe ich ihn wieder verkauft. Am Rechner habe ich auch schon seit Jahre nicht mehr gespielt. Aber am iPad? Au weia! Es macht einfach irre viel Spass Plants vs. Zombies auf dem Sofa oder im Garten (Hollywoodschaukel) zu spielen. Oder ein Air-Hockey Match gegen meine Eltern, oder eine Runde Mahjong zur Entspannung. Und so weiter und so fort.

iPad mit Plants Vs. Zombies
Das Spiel Plants Vs. Zombies auf dem iPad, dahinter eine selbstgenähte Schutzhülle.

Kurz: Das iPad ist das ideale „Videospiel“-Gerät für’s Wohnzimmer. Nur echte Game-Freaks brauchen noch einen Hochleistungs-PC oder eine Konsole. Daran werden Nintendo, Sony und Microsoft noch stark zu knabbern haben. Mit den aufkommenden Mehrspielermöglichkeiten werde auch Gesellschaftsspiele in absehbarer Zeit ein Renner.

Und, ist es nun die Zukunft?

Ja und nein. Auf der einen Seite gibt es Dinge, die mit dem iPad wesentlich mehr Spaß machen und flotter von der Hand gehen. Namentlich surfen, Emails abarbeiten, Blogkommentare beantworten, Fotos betrachten und so weiter. Das klingt alles nicht spannend, ist aber gefühlt doch um Weiten besser als gleiche Tätigkeiten am Notebook oder PC. Es ist halt eine Erlebnissache.

Wie Steve Jobs erst sagte: Professionelle Nutzer, die Medien erzeugen, werden auf große Rechner mit ordentlich Power nicht verzichten können. Für alle anderen Zwecke, vornehmlich Kommunikation, Medien aller Art und Unterhaltung ist es so viel besser als an herkömmlichen PCs und wird diese in den kommenden Jahren ersetzen. Meine Thesen aus dem Beitrag Wozu ein Tablet Computer? konnte ich für mich schon fast alle bestätigen.

Jetzt wird es erst richtig spannend. Mit welchen Konzepten wird die Konkurrenz wie Microsoft, Asus, HP und Dell dem iPad begegnen? Schaffen Sie ein ähnlich großes Softwareangebot? Können Sie mit der intuitiven und durchdachten Bedienung mithalten? Schaffen Sie es Ihre Tablet Computer bis zum nächsten Weihnachtsgeschäft auf den Markt zu bringen? Du wirst die Antworten in diesem Blog lesen können.

4 Kommentare

Jetzt kommentieren
  1. Anne

    Super Beitrag.
    Da du mich ja schon das iPad hast testen lassen, kann ich dem eigentlich nur zustimmen. Das spielen (vor allem Plats vs Zombies) macht mit der touch Steuerung so viel mehr Spaß als mit der Maus am Laptop!

    Antworten
  2. DAM

    Eins fehlt aber, wofür ist es jetzt zu gebrauchen?

    Ist es das ultimative Couchpotato-Pad?
    Oder eher was für den Garten?
    Oder die Spielekonsole, mit der man nebenbei auch mal lesen kann?

    Die Antwort fehlt irgendwie.

    Und das es die Spielekonsole schlechthin ist, kann man nur bezweifeln. Schon mal was von Games mit Story gehört? das iPad ersetzt die Handheld-Konsole. Aber das konnte schon der iPod Touch.

    Aber an die X-Box, PS3 oder PC-Games kommt das Ding nicht dran.

    Antworten
  3. Pingback: Bildbearbeitung am iPad – Was geht, was geht nicht?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.